Ficken / Bumsen, Analverkehr, Griechisch

Analverkehr ist für viele schwule Männer die wich-tigste Sexpraktik. Daran hat sich auch in den Zeiten von HIV und AIDS nichts geändert. Das Verschmelzen der Partner, das Eindringen und Eindringenlassen wird hier als besonders intensiv und schön empfunden. Trotzdem klappt es bei den meisten nicht gleich beim ersten Mal ganz ohne Schmerz. Als Anfänger solltest du dir keinen Druck auferlegen; irgendwann kommt der richtige Zeitpunkt und der richtige Partner. Vielleicht hat er schon etwas mehr Erfahrung als du. Dann genieße es, ihm ganz zu vertrauen. Aber lass ihn auch wissen, wenn es dir zu schnell geht oder es vielleicht doch etwas schmerzt. Manchmal ist man zwar geil, aber trotzdem nicht entspannt, sondern verkrampft. Auch wenn du zum ersten Mal der Aktive bist, solltest du auf deinen Partner achten und dich von ihm steuern lassen. Will er es vielleicht etwas fester oder tiefer? Jeder mag es anders.

Beim Ficken können verschiedene Infektionen übertragen werden: HIV, Hepatitis, Syphilis, Tripper und Darmbakterien. Auf den Passiven, aber auch auf den Aktiven. Auch dann, wenn gar nicht im Körper abgespritzt wird. „Raus, bevor’s kommt” reicht deshalb beim Ficken nicht, wenn man auf Nummer sicher gehen will.

  • Das Kondom ist der beste Schutz vor HIV und verringert     auch das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragenen Infektionen.
  • Das Gleitmittel sollte unbedingt fettfrei sein und reichlich verwendet werden. Fetthaltige Mittel machen Latex-Gummis durchlässig; Alternative sind Polyurethan-Kondome, die allerdings teurer sind.
  • Denke an die Gefahr, dich mit HIV-Stämmen zu infizieren, die bereits gegen bestimmte Medikamente resistent (unempfindlich) sind. Die Auswahl möglicher Kombinationstherapien wird dadurch beschränkt.
  • Wenn du positiv bist, schützt dich das Kondom vor Zweitinfektionen mit fremden, möglicherweise resistenten HIV-Stämmen.
  • Wenn du positiv bist, gilt: Je geringer die Viruslast,
  • desto geringer ist das Risiko einer HIV-Übertragung (Schutz durch Therapie).