Faustfick, Fisting, Fisten, Fistfucking

Manch einer mag es deutlich heftiger im Arsch. Für passiv Geübte ist es kein Problem, die Hand des Partners oder sogar seinen halben Unterarm aufzunehmen – das ist aber erst nach oft jahrelan-gem Ausprobieren möglich. Fisten hat nichts mit Gewalt zu tun, ganz im Gegenteil: Vertrauen und Vorsicht sind wichtig. Wenn du der Aktive bist, ist es deine durchaus schöne Aufgabe, dich ganz auf die Reaktionen deines Partners einzustellen. So ist Fisten für beide ein tief empfundenes Erlebnis. Zum Faustfick gehört jede Menge Gleitmittel. Be-sonders beliebt sind hier fetthaltige Produkte, weil sie einen länger anhaltenden Schmierfilm erzeugen als fettfreie. Einen geradezu magischen Ruf hat CRISCO, eigentlich ein Bratfett aus den USA.

Infektionsrisiken sind eher gering. Leicht möglich sind jedoch Verletzungen im Darmbereich (deshalb eben immer reichlich Gleitmittel verwenden). Ficken nach dem Fisten ist ziemlich riskant: Weil HIV leicht über die beim Fisten entstehenden winzigen Risse der Analschleimhaut übertragen werden kann, solltest du unbedingt ein Gummi verwenden. Das geht aber nicht, wenn fetthaltige Mittel ver-wendet wurden: Sie beschädigen Latex-Kondome und machen sie durchlässig für Krankheitserreger. Alternative sind die (teuren) Polyurethan-Kondome.

Als Passiver insbesondere als Immungeschwächter mit weniger als 200 Helferzellen/ml solltest du darauf bestehen, dass dein aktiver Partner Gummihand-schuhe benutzt, damit du nicht mit Krankheitserre-gern in Berührung kommst. Falls er Wunden an den Händen hat, schützt er sich auf diese Weise auch selbst.

  • Wichtig sind sehr kurz geschnittene und gefeilte Fingernägel    und gründliches Reinigen der Hände, bevor es zur Sache geht.
  • Zum Schutz können auch Latexhandschuhe und wasserlösliches Gleitmittel verwendet werden.Wichtig ist, dass in einer Gruppe jeder Gefistete sein eigenes Gleitmittel verwenden lässt und dass jeder Fister für einen neuen Arsch auch immer neue Handschuhe verwendet.
  • Absolut erforderlich sind Zeit und Geduld, nichts darf erzwungen werden.